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Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen

Katzenfoto 1

Seit Juli 2011 gilt im Kreis Herford eine Kastrationspflicht für alle Katzen, die in Haushalten leben und Freigang haben, sich also auch unbeaufsichtigt außerhalb der Wohnung bzw. des Garten aufhalten (Ordnungsbehördliche Verordnung vom 19.07.2011). Der Vollzug der Verordnung erfolgt durch die Ordnungsämter der Städte und Gemeinden im Kreis Herford.

Obwohl bereits jedes Jahr mehrere hundert, herrenlose Katzen durch die lokalen Tierschutzvereine kastriert werden steigt die Anzahl der verwilderten Katzen im Kreisgebiet immer mehr an.

Katzen werden bereits im Alter von 4 bis 6 Monaten geschlechtsreif und werfen zweimal im Jahr 4 bis 6 Jungtiere oder mehr. Diese sind häufig unerwünscht und werden zu Streunern. Die Folge ist eine steigende Population von verwilderten Katzen, die häufig an Hunger und Infektionskrankheiten leiden. Sie stellen außerdem eine Gefahr für die menschliche Gesundheit durch mit Krankheitserregern behaftete Ausscheidungen (z. B. in Sandkästen auf Kinderspielplätzen) dar und sind eine Bedrohung für die Singvogelbestände.

Die Tierheime im Kreis sind durch die zahlreichen Fundtiere und die Abgabe ganzer Würfe herrenloser Katzenwelpen überfüllt und verhängen immer häufiger ein Aufnahmestopp. 

Deswegen müssen Katzenhalter/-halterinnen ihre Tiere ab dem Alter von 5 Monaten kastrieren lassen um eine unkontrollierte Vermehrung zu verhindern. Gleichzeitig steigt damit die Lebenserwartung der Stubentiger, die weniger zum Streunen neigen und ein geringeres Risiko für Infektionen, Verletzungen und Unfälle haben.

Katzenfoto 2

Das regelmäßige Füttern von halbwilden unkastrierten Katzen ist zwar gut gemeint, fördert aber die unkontrollierte Vermehrung und ist daher wenig tierschutzgerecht. Deshalb müssen auch Personen, die selbst nicht Katzenhalter sind, aber Katzen füttern, für die Kastration der Tiere sorgen. In diesen Fällen gibt es Hilfestellung durch die Tierschutzvereine, die Unterstützung beim Einfangen der Tiere leisten und im Rahmen ihrer Möglichkeiten auch die Kosten für die Kastration ganz oder teilweise übernehmen. (Kontakt siehe unter Tierheime).  

Nach erfolgter Kastration sind die Tiere zu kennzeichnen (Tätowierung oder Mikro-Chip) und in einer Datenbank zu registrieren. Damit ist nicht nur die Kastration nachvollziehbar, sondern es ist auch gewährleistet, dass die Halter benachrichtigt werden, wenn ihre Katze irgendwo aufgefunden oder im Tierheim abgegeben wurde. Katzenkastrationen und -kennzeichnungen werden in jeder Kleintierpraxis durchgeführt. Es ist ein Routineeingriff über dessen Durchführung, mögliche Folgen und die Kosten die jeweilige Praxis ausführlich berät. Die Registrierung in einem der etablierten Haustierzentralregister (z.B. Tierregister von TASSO e.V., Deutsches Haustierregister des Deutschen Tierschutzbundes) ist kostenlos und kann auch online erfolgen.

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