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Breitband

Das Vorliegen von schnellen Breitbandnetzen ist die Basis unserer heutigen Informations- und Wissensgesellschaft. Digitale Anwendungen haben den privaten und beruflichen Alltag durchdrungen und sind unabdingbare Voraussetzungen für die Wettbewerbsfähigkeit von Regionen, deren Attraktivität und die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen. Dabei wird der Bedarf an breitbandigen Verbindungen auch weiterhin kontinuierlich ansteigen. Die Verfügbarkeit schneller Internetzugänge ist für Kommunen, Gewerbebetriebe und Bürgerinnen und Bürgern bereits heute ein wichtiger Standort- und Wettbewerbsfaktor und hat zudem großen Einfluss auf die Lebensqualität. Auch bei der Frage der Wohnortwahl gewinnt die Anbindung an die Datenautobahn deshalb zunehmend an Bedeutung. Eine leistungsfähige und zukunftsgerichtete Telekommunikationsinfrastruktur bildet die Grundlage für die gesellschaftliche Teilhabe der Menschen, für wirtschaftliches Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.

Erfreulicherweise kündigte die Telekom Deutschland GmbH am 24. September 2013 an, einen FTTC-Eigenausbau ohne kommunale Kostenbeteiligung bis Ende 2016 im Kreis Herford zu realisieren. Insgesamt werden hierdurch 193 Kabelverzweiger in den Kommunen mit Glasfaser angeschlossen werden. Es wird nicht jede Endabnahmestelle damit erreicht, aber ein großer Teil der Bevölkerung profitiert von diesem Ausbau. Von dem jeweiligen Kabelverzweiger zur Verbrauchsstelle verläuft bei dieser Ausbautechnik in der Regel das bisherige Kupferkabel weiter. Mit dieser Erschließung werden Bandbreiten von bis zu 50 Mbit/s im Download realisiert. Der VDSL/Vectoring-Ausbau, der sogar Bandbreiten von bis zu 100 Mbit/s ermöglicht, kommt ebenfalls bereits teilweise zur Anwendung. Die letzten dieser eigenwirtschaftlichen Ausbauten erfolgen nach den Planungen der Telekom 2016 in den Städten Enger, Spenge und Vlotho. Die übrigen kreisangehörigen Kommunen wurden bereits in den Vorjahren ausgebaut.

Da zu erwarten ist, dass der Bedarf an verfügbarer Datenübertragungsrate bei Unternehmen, Verwaltungen und privaten Anwendern weiter stark zunimmt, hat sich der Kreis Herford im Konsens mit den kreisangehörigen 9 Kommunen und den politischen Gremien dazu entschlossen, einen Masterplan für die Errichtung eines kreisweiten FTTC/FTTB-Netzes in Auftrag zu geben. Mit diesem Plan soll eine Strategie zum langfristigen Ausbau einer glasfaserbasierten Zugangsnetzinfrastruktur, insbesondere in den Gewerbegebieten im gesamten Kreisgebiet aufgezeigt werden.
Der Kreis Herford vergibt deshalb eine Beratungsleistung, zusammen mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden (Bünde, Enger, Herford, Hiddenhausen, Kirchlengern, Löhne, Rödinghausen, Spenge und Vlotho). Hierbei sollen Bedarf, Notwendigkeit, technische Möglichkeiten und Wirtschaftlichkeit für einen weitergehenden öffentlich geförderten Ausbau im Kreisgebiet überprüft werden.
Der Bund fördert diese Beratungsleistung mit bis zu 50.000,00 Euro. Bundesminister Alexander Dobrindt hat dem Kreis Herford am 23.02.2016 in Berlin den Förderbescheid für Mittel aus dem Bundesförderprogramm für den Breitbandausbau übergeben. Mit dem Bundesförderprogramm und ergänzenden Förderung der Länder wird der Netzausbau technologieneutral gefördert.

Übergabe des Förderbescheides am 23.02.2016 im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Breitbandförderung: Übergabe der Förderbescheide 2016
 
 
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