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Gefährliche Hunde

Grundsätzlich sind die Ordnungsämter der Städte und Gemeinden für alle Angelegenheiten, die die Hundehaltung betreffen, zuständig.

Das Landeshundegesetz in Nordrhein-Westfalen unterteilt Hunde in

Gefährliche Hunde nach § 3 des Landeshundegesetzes in Nordrhein-Westfalen

Bullterrier und StaffordshirebullterrierHierzu zählen die Rassen Pittbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier und Kreuzungen dieser Rassen untereinander sowie Kreuzungen mit anderen Hunden, bei denen der Phänotyp der genannten Rassen deutlich hervortritt.

Gefährliche Hunde dürfen nur mit Genehmigung der örtlichen Ordnungsbehörde gehalten werden. Voraussetzung hierfür ist unter anderem, dass die erforderliche Sachkunde zum Halten eines gefährlichen Hundes durch eine Sachkundeprüfung beim Veterinäramt nachgewiesen wurde.

Für gefährliche Hunde gilt grundsätzlich eine Anlein- und Maulkorbpflicht.

 

Hunde bestimmter Rassen nach § 10 des Landeshundesgesetzes Nordrhein-Westfalen

Dies sind Hunde der Rassen Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler und Tosa Inu sowie deren Kreuzungen untereinander und mit anderen Hunden.

RottweilerAuch Hunde bestimmter Rassen dürfen nur mit Genehmigung der örtlichen Ordnungsbehörde gehalten werden. Die erforderliche Sachkunde zum Halten eines solchen Hundes muss durch eine Sachkundeprüfung bei einer sachverständigen Stelle oder beim Veterinäramt nachgewiesen werden.

Für Hunde bestimmter Rassen gilt ebenfalls grundsätzlich eine Anlein- und Maulkorbpflicht.

 

Große Hunde nach § 11 des Landeshundegesetzes Nordrhein-Westfalen

Erreicht ein ausgewachsener Hund eine Widerristhöhe von mindestens 40 cm oder ein Gewicht von mindestens 20 kg , so handelt es sich unabhängig von der Rasse um einen großen Hund im Sinne des LHundG NRW. Die Haltung muss bei der örtlichen Ordnungsbehörde angezeigt werden. Der Nachweis der erforderlichen Sachkunde kann durch eine Sachkundeprüfung bei hierfür anerkannten Tierärzten erfolgen.

Für große Hunde gilt eine Anleinpflicht außerhalb des befriedeten Besitztums innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen.

 

Sachkundenachweis zum Halten gefährlicher Hunde und Hunde bestimmter Rassen

Personen, die einen solchen Hund halten oder damit spazieren gehen möchten, benötigen einen Sachkundenachweis.

Dieser wird im Rahmen eines schriftlichen Tests geprüft, bei dem zu den gestellten Fragen mehrere Antwortmöglichkeiten vorgegeben werden. Für jede Frage gibt es mindestens eine richtige Antwort, die durch Ankreuzen kenntlich gemacht wird. Die Verwaltungsgebühr hierfür beträgt 30,00 €.

 

Verhaltenstest zur Befreiung von der Maulkorb- und / oder Anleinpflicht

Gefährliche Hunde und Hunde bestimmter Rassen können von der generellen Anlein- und Maulkorbpflicht befreit werden, wenn sie durch eine Verhaltensprüfung nachweisen, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht. Die Prüfungen finden in der Regel im Frühjahr und im Herbst eines jeden Jahres statt. Für die Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.

Neben den Verwaltungsgebühren in Höhe von 50,00 € entstehen hier auch Kosten für externe Gutachter und Platzmiete

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