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Angebote für Demenzkranke

Rund eine Million Demenzkranke gibt es in Deutschland bereits. Bis 2040 wird ihre Zahl auf schätzungsweise 2,2 Millionen steigen. 300 000 Demenzkranke leben heute allein in Nordrhein-Westfalen. Sie brauchen vielfach Pflege rund um die Uhr.

70 - 80 Prozent der betroffenen Menschen werden in der Familie versorgt. Bis in das Krankheitsstadium, in dem sie ihre pflegenden Angehörigen nicht mehr erkennen und nicht einmal ihren Namen wissen. Spätestens dann zeigt sich: Pflegende Angehörige mit ihren extremen körperlichen und seelischen Belastungen brauchen fast immer genauso dringend Hilfe wie die Betroffenen selbst.

Doch immer noch nehmen viele Angehörige keine Unterstützung in Anspruch, sei es aus Scham, sei es aus Unkenntnis über Hilfsangebote. Im Kreis Herford gibt es inzwischen eine Reihe von Hilfsangeboten und Unterstützungsangeboten für Demenzkranke und ihre Angehörigen. 

 

Wenn das Gedächtnis nachlässt

Die Pflegeversicherung gewährt unter bestimmten Voraussetzungen zusätzliche Leistungen im Rahmen des Pflegeleistungsergänzungsgesetzes

 

Zusätzliche Betreuungsleistungen nach § 45 b SGB XI

Pflegebedürftige der Pflegestufen I, II und III können neben den Leistungen der ambulanten und teilstationären Pflege zusätzliche Betreuungsleistungen in Höhe von 100,00 Euro monatlich (Grundbetrag) oder 200,00 Euro monatlich (erhöhter Betrag) in Anspruch nehmen. Personen, die keine Pflegestufe erreichen, bei denen aber der Medizinische Dienst der Krankenkassen festgestellt hat, dass die Alltagskompetenz (beispielsweise wegen demenzieller Erkrankungen) eingeschränkt ist, können zur Finanzierung dieses erheblichen Betreuungsbedarfs diese Leistungen ebenfalls erhalten.

Der Betrag ist zweckgebunden einzusetzen für qualitätsgesicherte Betreuungsleistungen der Tagespflege und Kurzzeitpflege, der ambulaten Pflegedienste (ausgenommen sind Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung) sowie der anerkannten niedrigschwelligen Hilfe und Betreuungsangebote für Pflegebedürftige. Weitere Informationen finden Sie auf der rechten Seite.

Ambulante Pflegedienste mit einem entsprechenden Betreuungsangebot haben wir in einer Übersicht für Sie zusammen gestellt, die Sie sich gerne herunterladen können.

Eine Liste der anerkannten niedrigschwelligen Betreuungsangebote erhalten Interessierte bei ihrer Pflegekasse. Wird der Betrag in einem Kalenderjahr nicht ausgeschöpft, kann der nicht verbrauchte Betrag in das Folgejahr übertragen werden. Der Betrag wird nach Antragstellung bei der zuständigen Pflegekasse und Nachweis der Betreuungsleistungen gegebenenfalls anteilig ausgezahlt. Ansprechpartner sind die Pflegekassen.

 
 
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