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Hausbrunnen


Beschreibung

Im Kreis Herford gibt es neben den öffentlichen Trinkwasserversorgern derzeit noch etwa 905 registrierte Wasserversorgungsanlagen – Kleinanlagen, sogenannte Hausbrunnen - aus denen für eigengenutzte oder vermietete Wohngebäude in geringerem Umfang Wasser für den menschlichen Gebrauch entnommen und abgegeben werden.

Die Überwachung der Trinkwasserqualität dieser Hausbrunnen ist für das Gesundheitsamt eine besonders verantwortungsvolle Herausforderung, da die meist flachen Brunnen im oberflächennahen Erdreich liegen und zunehmend durch Schadstoffeinträge gefährdet sind. Hauptbelastungsstoffe im geförderten Brunnenwasser können im mikrobiologischen Bereich unter Anderem coliforme Bakterien, Eschericha coli und Enterokokken sein. Chemisch sind erhöhte Nitratwerte und ein erhöhter Ammoniumgehalt zu nennen. Diese Parameter können zu gesundheitlichen Schädigungen der Nutzer führen. Daher ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Betreiber dieser Wasserversorgungsanlagen regelmäßig von akkreditierten Untersuchungsstellen mikrobiologische (jährlich) und chemische (spätestens alle 3 Jahre) Untersuchungen durchführen lassen müssen.

Das Gesundheitsamt bewertet die Trinkwasseruntersuchungsergebnisse. Es legt nach einer Gefährdungseinschätzung nach Belastungsgrad des Trinkwassers den Untersuchungsumfang und die Häufigkeit der zu wiederholenden Untersuchungen durch die akkreditierten Untersuchungsstellen fest. Im Rahmen dieser Aufsichtspflicht finden durch das Gesundheitsamt auch anlassbezogene Ortsbesichtigungen und Sanierungsberatungen statt.

Erfolgversprechende Maßnahmen können unter anderem sein:

  • Verschmutzungsquellen im Einzugsbereich des Hausbrunnens entfernen
  • Desinfektion durch Chlorung des Brunnenwassers, zum Beispiel mit Chlor- Granulat
  • Erstellung eines neuen Bohrbrunnens (zum Beispiel Tiefenbohrung oder Bohrung an anderer Stelle) 
  • Einbau einer Wasseraufbereitungsanlage (Anlage mit ultraviolettem Licht, Chlordosierungs-Anlage und andere)
  • Anschluss an das öffentliche Trinkwassernetz.

Die kleineren Wasserversorgungsanlagen werden unterteilt in Anlagen für den privaten Eigenverbrauch und in Anlagen für den öffentlichen oder gewerblichen Gebrauch. Hieraus entstehen unterschiedliche Anforderungen an die Überwachungstätigkeit und die Anforderungen an die zu untersuchenden Parameter. Im Einzelfall ist ein klärendes Gespräch vor Ort erforderlich, um Untersuchungsumfang und –häufigkeit zu bestimmen.

 


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Rechtsgrundlage


 
 
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