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Beratungsangebot des ärztlichen Dienstes

Informationen zu Durchfallerkrankungen

Durchfallerkrankungen wie Salmonellosen, Noro- und Rotaviren werden durch Krankheitserreger (Bakterien/Viren) ausgelöst. Die Übertragung erfolgt häufig über das Lebensmittel, kann aber auch direkt von Mensch zu Mensch oder indirekt durch Berührung von Kontaktflächen und Lebensmitteln durch Schmier- und Schmutzinfektionen übertragen werden.

Um eine Übertragung zu vermeiden, sollten Erkrankte in der akuten Phase Bettruhe einhalten und bis 48 Stunden nach Abklingen der klinischen Symptome den Kontakt mit anderen Menschen einschränken.

Von Besuchen in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindertagesstätten, Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist in der Krankheitsphase dringend abzuraten.

Wird durch Ihren Hausarzt eine Stuhlprobe veranlasst und im Labor Bakterien oder Viren festgestellt, wird sich das Gesundheitsamt mit Ihnen in Verbindung setzen, um gemeinsam Ursache, Ansteckungsquelle und Ausbreitung der Krankheit zu ermitteln.

Bei einer Beschäftigung im Lebensmittelbereich gilt bei einer akuten Durchfallerkrankung automatisch ein befristetes Tätigkeitsverbot. Durch den Hausarzt ist ohne Verzögerung eine Stuhlprobe zu veranlassen. Der Laborbefund entscheidet über die Dauer des bestehenden Tätigkeitsverbotes. Auch hier wird das Gesundheitsamt mit Ihnen Kontakt aufnehmen.

Sollten Sie in einer Schule oder sonstigen Gemeinschaftseinrichtung (auch Pflegeeinrichtung) arbeiten, so dürfen Sie nur mit Zustimmung des Gesundheitsamtes und unter Beachtung der vorgeschriebenen Schutzmaßnahmen die der Tätigkeit dienenden Räume sowie Gemeinschaftsräume betreten.

 

Informationen zu Tuberkulose

Im Falle einer Tuberkuloseinfektion werden die erforderlichen Untersuchungen durch das Gesundheitsamt eingeleitet. Dazu gehört beispielsweise die Suche nach der Ansteckungsquelle und die Beratung aller gefährdeten Kontaktpersonen (Familie, Freunde, Wohngemeinschaft, Arbeitskollegen usw.).

Das Gesundheitsamt ermittelt nach Eingang der Meldung die Kontaktpersonen, mit denen die erkrankte Person in den letzten Monaten zusammen war, bevor die Tuberkulose entdeckt wurde. Alle Kontaktpersonen erhalten im Rahmen einer Umgebungsuntersuchung einen Tuberkulinhauttest und/oder eine Röntgenaufnahme der Lunge oder einen Bluttest. In manchen Fällen muss eventuell auch eine weiterführende Diagnostik durch einen Lungenfacharzt erfolgen.

Die entsprechenden Vorsorgeuntersuchungen hängen von der jeweiligen Ansteckungsgefahr im Einzelfall ab.

Mit diesen Maßnahmen soll eine bisher unerkannte Ansteckungsquelle, aber auch frisch angesteckte Personen, entdeckt werden. Das rasche Auffinden von Tuberkulosekranken und deren wirksame Behandlung sind die effektivsten Maßnahmen, die Kranken zu heilen und eine Weiterverbreitung der Tuberkulose zu verhindern.

Das Infektionsschutzgesetz verpflichtet jeden Bürger, die Ermittlungen des Gesundheitsamtes zu dulden und zu unterstützen (Paragraph 16 des Gesetzes) und damit die dem Einzelnen und der Allgemeinheit drohenden Gefahren abzuwenden.

Der häufigste Übertragungsweg der Tuberkulose ist die Tröpfcheninfektion (Husten) von Mensch zu Mensch.

Typische Symptome sind Abgeschlagenheit, Verschlechterung des Allgemeinbefindens, ungewollter Gewichtsverlust, Nachtschweiß sowie Temperaturerhöhungen. Eine konsequente Behandlung mit Medikamenten bietet heute gute Heilungsaussichten.

Informationen zu übertragbaren Krankheiten

Wird bei Ihnen eine übertragbare Krankheit festgestellt, ist der behandelnde Arzt bei bestimmten Krankheiten verpflichtet, dies dem Gesundheitsamt mitzuteilen. Ein Mitarbeiterin des Gesundheitsamtes setzt sich dann mit Ihnen in Verbindung, um gemeinsam mit Ihnen die Ursache, Ansteckungsquelle und Ausbreitung der Krankheit zu ermitteln. Je nach Erkrankungsart können auch Untersuchungen in Ihrem täglichen Umfeld oder die Einhaltung von besonderen Hygienemaßnahmen erforderlich sein.

Sind Sie im Lebensmittelbereich beschäftigt, kann ein zeitlich befristetes Tätigkeitsverbot für Sie ausgesprochen werden.

Sollte Ihr Kind an einer ansteckenden Krankheit erkrankt sein und einen Kindergarten oder die Schule besuchen, so sind Sie nach dem Infektionsschutzgesetz verpflichtet, die Einrichtung über diese Erkrankung zu informieren, da unter Umständen Schutzmaßnahmen für die anderen Kinder erforderlich werden.

 

 
 
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