Seiteninhalt:

Dienstleistungen im Überblick

 

Blick auf das Wiehengebirge bei RödinghausenDie untere Landschaftsbehörde ist für vielfältige Aufgaben rund um die Themen Natur- und Landschaftsschutz verantwortlich.

Aus diesem Grund stellen wir Ihnen hier unsere Aufgabenschwerpunkte vor. Sofern Sie detailierter Informationen suchen, klicken Sie bitte auf die hinterlegten Aufgabenbeschreibungen.

 

Abgrabungen

 

Zum Abbau von Ton, Sand und Kies oder für das Betreiben eines Steinbruchs müssen Sie bei der unteren Landschaftsbehörde eine Abgrabungsgenehmigung beantragen.

 

Amphibienschutz

 

Wenn Sie im Frühjahr wandernde Erdkröten, Frösche oder Molche beobachten und meinen, dass an dieser Stelle Schutzmaßnahmen für die Tiere ergriffen werden müssen, dann melden Sie sich bitte bei uns. Gleiches gilt, wenn Sie bei der Betreuung der Krötenschutzzäune helfen wollen.

Sollte die untere Landschaftsbehörde ausnahmsweise nicht verantwortlich sein, leiten wir Ihr Anliegen selbstverständlich an die Kolleginnen und Kollegen in den Städten und Gemeinden weiter.

 

Artenschutz

 

Viele Tier- und Pflanzenarten sind heute weltweit in ihrem Bestand gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Da aber alle Arten einzigartig sind und eine wichtige Rolle im Gefüge eines Lebensraumes spielen, muß der Mensch versuchen, ihr völliges Aussterben zu verhindern. Denn Tiere und Pflanzen sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil unserer Natur, sondern auch unserer Kultur.

  • Nationaler Artenschutz
    Zum Schutz der einheimischen Arten ist es verboten, die freilebenden Tiere mutwillig zu beunruhigen, zu fangen, zu verletzen, zu töten oder ihre Lebensstätten zu beeinträchtigen oder zu zerstören. Wildlebende, besonders geschützte Pflanzen dürfen nicht von ihrem Standort entnommen und genutzt werden, ihre Bestände dürfen nicht niedergeschlagen oder auf sonstige Weise verwüstet werden.
    Wenn Sie dennoch einheimische Tiere und Pflanzen sammeln, fangen, halten oder untersuchen wollen, brauchen Sie eine Ausnahmegenehmigung der unteren Landschaftsbehörde. Eine derartige Genehmigung wird jedoch nur in begründeten Ausnahmefällen, beispielsweise für Forschungszwecke, gewährt.
  • Internationaler Artenschutz
    Zum Schutz von Tieren und Pflanzen, die durch den internationalen Handel gefährdet sind, wurde 1973 das Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährderten Arten freilebender Tiere und Pflanzen (kurz: Washingtoner Artenschutzabkommen) beschlossen.
    Wer besonders geschützte Wirbeltiere hält, muss unverzüglich nach Beginn der Haltung den Bestand sowie Zu- und Abgänge schriftlich gegenüber der unteren Landschaftsbehörde melden. Dazu gehören Angaben über die Zahl, die Art, das Alter, das Geschlecht, die Herkunft, den Verbleib (bei Verkäufen), den Standort, den Verwendungszweck sowie die Kennzeichnung der Tiere.
    Wenn Sie Tiere und Pflanzen oder deren Einzelteile wie Federn, Fell oder Samen, die nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen besonders geschützt sind, halten, transportieren oder verkaufen wollen, brauchen Sie dafür eine Bescheinigung von der unteren Landschaftsbehörde.

 

Baumschutz

Sofern Sie Fragen zu den Themen Baumgutachten, Naturdenkmälern oder Bäumen an Kreisstraßen haben, wenden Sie sich bitte an:

Peter Nipper-Hansen
Umwelt, Planen und Bauen - Naturschutz und Regionalplanung
Naturschutzgebiete, Bäume an Kreisstraßen, Baumgutachten, Grünflächen des Kreises
Amtshausstraße 2
32051 Herford
Jutta Bergmann
Umwelt, Planen und Bauen - Naturschutz und Regionalplanung
Naturschutzgebiete, Naturdenkmale
Amtshausstraße 2
32051 Herford

Entlang von Kreisstraßen wurden in der Vergangenheit etwa 14.000 Bäume gepflanzt, die überwacht und gepflegt werden müssen. Wenn bei Unfällen Bäume beschädigt werden, muss der Schaden begutachtet und eventuell der Baum gefällt und ein neuer gepflanzt werden.

 

Betreuung von Naturschutzgebieten

Zu Sieken ausgebaute Bachtäler und ihre Nebentäler, Feuchtwiesen und Waldgebiete, geologische Bodendenkmäler mit Trockenrasen sowie Heideflächen stellen schützenswerte Biotope dar. Zur Erhaltung der jeweiligen Tier- und Pflanzenwelt werden jedes Jahr Pflege- und Schutzmaßnahmen durchgeführt. Entwicklungsmaßnahmen dienen zur Erhaltung und Verbesserung der einzelnen Lebensräume.

Die Betreung der vierzig Naturschutzgebiete im Kreis Herford erfolgt dabei entweder durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der unteren Landschaftsbehörde oder durch die Biologische Station Ravensberg. Dabei arbeitet man bei der Erhaltung von Grünlandflächen eng mit Landwirten zusammen, während auf anderen Flächen Zivildienstleistende, Teilnehmer des Freiwilligen Ökologischen Jahrs oder Praktikanten als unentbehrliche Helfer im Einsatz sind.

Sofern Sie wissen möchten, welche Naturschutzgebiete an Ihrem Wohnort bestehen und wer dafür verantwortlich ist, hilft Ihnen diese Übersicht. Im Übrigen können Sie dem Ge- und Verbotskatalog für Naturschutzgebiete im Kreis Herford entnehmen, welches Verhalten im Naturschutzgebiet nur eingeschränkt erlaubt oder sogar verboten ist.

 

Gesetzlich geschützte Biotope

 

Unterrichtung der Eigentümer/innen

Bestimmte, seltene und besonders schutzwürdige Biotope, wie beispielsweise naturnahe Fließgewässer, besonders artenreiche Nass- und Magerwiesen oder bestimmte Waldtypen wie z.B. Auwälder, sollen vor Beeinträchtigungen oder Zerstörung bewahrt werden. Zielsetzung ist es, diese Biotope ohne Schutzgebietsausweisungsverfahren gesetzlich über das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und das Landschaftsgesetz von Nordrhein-Westfalen (LG) zu sichern.

Im Kreis Herford erfolgt die Unterrichtung der Eigentümer/innen durch Bekanntgabe im Amtsblatt und durch öffentliche Auslegung

Die Eigentümer/innen haben auch während der öffentlichen Auslegung Gelegenheit zur Stellungnahme.

Weitere Informationen zu gesetzlich geschützten Biotopen im Kreis Herford finden Sie hier.

  

Öffentlicher Personennahverkehr

Aufgabe des ÖPNV ist die Sicherstellung einer ausreichenden Bedienung der Bevölkerung mit Verkehrsleistungen. Für die Planung, Organisation und Ausgestaltung des straßengebundenen ÖPNV sind in Nordrhein-Westfalen die Kreise als Aufgabenträger zuständig.

 

Reiterplaketten

Außerhalb von Privatgrundstücken ist jede Reiterin und jeder Reiter verpflichtet, am Kopf des Pferdes links und rechts ein gültiges Reiterkennzeichen zu führen.

 

Tiergehege

 

Wer Greifvögel, Eulen, Störche und andere wildlebende Tiere auf eingezäunten Flächen im Freien halten will, benötigt eine Genehmigung der unteren Landschaftsbehörde.

 

Vorhaben in Landschaftsschutzgebieten

 

Ein Landschaftsschutzgebiet dient dazu

  • die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes,
  • die Nutzungsfähigkeit der Naturgüter sowie
  • die Vielfalt, Eigenart oder Schönheit des Landschaftsbildes zu erhalten und
  • die Landschaft wegen ihrer besondere Bedeutung für die Erholung zu schützen.

Aus diesem Grund sind in einem Landschaftsschutzgebiet Haus-, Straßen-, Leitungs- oder sonstige Baumaßnahmen verboten. Gleiches gilt für das Aufstellen von Werbeschildern, Verkaufsbuden, Wohnwagen oder Zelten. Ferner sind verschiedene Tätigkeiten und Maßnahmen wie beispielsweise die Beseitigung von Hecken, Alleen und Streuobstwiesen in diesem Gebiet untersagt.

Sofern Sie Fragen zu diesem Thema haben, wenden Sie sich bitte an die Kolleginnen und Kollegen der unteren Landschaftsbehörde. In besonderen begründeten Ausnahmefällen kann die untere Landschaftsbhörde auch eine Ausnahmegenehmigung von den Verboten (Befreiung) erteilen. Diese genehmigten Eingriffe in Natur und Landschaft sind jedoch durch Maßnahmen für den Naturschutz und der Landschaftspflege an anderer Stelle auszugleichen.

 

 
 
Zum Seitenanfang