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Gesetzlich geschützte Biotope

Unterrichtung der Eigentümer/innen

Bestimmte, seltene und besonders schutzwürdige Biotope, wie beispielsweise naturnahe Fließgewässer, besonders artenreiche Nass- und Magerwiesen oder bestimmte Waldtypen wie z.B. Auwälder, sollen vor Beeinträchtigungen oder Zerstörung bewahrt werden. Der Schutz dieser besonderen Biotope wurde erstmals 1986 in das Bundesnaturschutzgesetz aufgenommen. Zielsetzung ist es, diese Biotope ohne Schutzgebietsausweisungsverfahren gesetzlich über das Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) und das Landschaftsgesetz von Nordrhein-Westfalen (LG) zu sichern.

Typische, artenreiche Feuchtwiese mit Wassergreiskraut im Naturschutzgebiet Füllenbruch (Autorin: Dr. Ulrike Letschert, Biologische Station Ravensberg e.V.)

Im Kreis Herford hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes NRW (LANUV) insgesamt etwa 740 geschützte Biotope mit einer Gesamtgröße von rund 380 ha erfasst.

Etwa ein Viertel der Biotope im Kreis Herford entfällt auf Wald und Wald-Gewässer-Komplexe (insbesondere Auwälder, Bruch- und Sumpfwälder), der Rest verteilt sich zu etwa gleichen Teilen auf Grünlandgesellschaften (Sümpfe, seggen- und binsenreiche Nasswiesen, artenreiche Magerwiesen und -weiden) und Gewässerbiotope (insbesondere naturnahe Gewässerabschnitte, Quellbereiche).

Fast alle Biotope liegen in Natur- und Landschaftsschutzgebieten.

In NRW ist es Aufgabe der Kreise, die Eigentümer zu unterrichten und ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. 

Die Unterrichtung der Eigentümer/innen erfolgt durch Bekanntgabe im Amtsblatt und durch öffentliche Auslegung bis zum 01. Juli 2014

Die Eigentümer/innen haben auch während der öffentlichen Auslegung Gelegenheit zur Stellungnahme.

Um welche Biotope handelt es sich im Kreis Herford?

Wie wurden die gesetzlich geschützten Biotope erfasst und abgegrenzt?

Befindet sich auf meinem Grundstück ein gesetzlich geschütztes Biotop?

Darf ich eine gesetzlich geschützte Fläche noch nutzen?

Sind Ausnahmen von den Verboten möglich?

 

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